Sportunfall

Von admin, 8. August 2010

Sportunfälle und ihre Folgen

Sport kann gefährlich sein: In Deutschland verunglücken im Durchschnitt mehr Menschen beim Sport als im Straßenverkehr. Ungefähr 1, 5 Millionen sind es jedes Jahr, die beim Vereinssport oder beim privaten Training zu Schaden kommen. Dabei ist die Unfallhäufigkeit sportartabhängig: Stehen bei den Männern Fußball, Handball und weitere Ballsportarten an der Spitze der unfallträchtigsten Sportarten, so sind es bei den weiblichen Unfallopfern Handball, Gymnastik, Turnen und das besonders bei jüngeren Frauen beliebte Reiten.

Ärztliche Behandlung, Krankenhausaufenthalt und etwaige Rehabilitationsmaßnahmen werden in der Regel von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen; anders sieht es mit sich anschließenden Folgeschäden, Renten oder Entschädigungen wegen Invalidität aus. Wer seinen Sport in einem Verein betreibt und dabei zu Schaden kommt, ist noch eher auf der sicheren Seite: Prinzipiell haben die den einzelnen Ländern zugehörigen Landessportverbände für ihre Vereine und deren Sportler Unfallversicherungen abgeschlossen, die aus den Vereinsbeiträgen finanziert werden. Die Deckungssummen sind hier aber je nach Bundesland sehr unterschiedlich und stellen keine verläßliche Absicherung dar.

Wer also regelmäßig Sport betreibt – eventuell sogar in einer besonders unfallträchtigen oder seltenen Sportart -, dem ist private Vorsorge dringend anzuraten. Insbesondere dann, wenn der Sport rein privat betrieben wird, etwa die tägliche Runde Jogging im Park oder das kurze Fußballspiel im Garten mit dem Nachwuchs. Im Normalfall ist ein Sportunfall unverschuldet, der gesetzlich Versicherte hat also für sechs Wochen Anspruch auf Lohnfortzahlung wie im normalen Krankheitsfall auch. Anders sieht die Sache aus, wenn dem Unfallopfer nachgewiesen werden kann, daß es grob und leichtsinnig gegen übliche Regeln der Sportart verstoßen hat – beispielsweise das Befahren einer hochfrequentierten Skipiste quer gegen die Fahrtrichtung. In diesem Fall muß dem Unfallopfer ein Mitverschulden am entstandenen Schaden und auch an möglichen Folgeschäden zugerechnet werden.

Nicht nur in solchen Einzelfällen ist also eine spezielle Unfallversicherung für Sportunfälle dringend zu empfehlen; auch der “normale” Hobbysportler ist mit einer solchen Versicherung besser abgesichert und kann eventuellen Unfällen – und sei es auch nur eine Verstauchung – gelassener und entspannter entgegensehen.
Die Prämie einer speziellen Unfallversicherung, die auch Sportunfälle mit einschließt, richtet sich häufig nach dem Alter des Versicherten.

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